Während unsres Roadtrips konnten wir einzigartige Eindrücke
an der kalifornischen Westküste im Yosemite-
und Zion-Nationalpark sammeln.
Genaueres kannst du in unserem letzten Bericht (
Roadtrip USA) nachlesen.
Der Colorado fließt durch den Grand Canyon, der als eine der
tiefsten Schluchten der Welt bekannt ist. Die roten Sandsteinwände ragen mehr
als 1.500m in die Höhe. Dieser Ort ist ein Wunder der Natur, durch seine Schönheit und seinen Maßstab
auffällig zieht er Mengen an Wildwasser-Enthusiasten aus der ganzen Welt an.
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365 Kilometer, 17 Tage: Manfrad Guseck, Natascha Bammert, Matthias Linhart, Andreas Lampl, Alfred Haslinger, Daniel Toros, Robert Kimberger, Svetlana Krismayr, David Krismayr Dezember 2012 |
Es war die längste
und kälteste Expedition unseres Lebens, zugleich eine der aufregendsten und
schönsten.
Wir planten die Expedition ca. ein halbes Jahr im Voraus. Genauer gesagt, hat die Planung unserer Freund
und Tripleader der Expedition, Daniel Toros, ausgearbeitet. Daniel hat die
Organisation mit voller Leidenschaft durchgeführt, und erarbeitete all die
Details (nachzulesen auf
www.justgorges.blogspot.com
):
- Anmietung der Ausrüstungen (Raftingboote, Koch und Camping-Geschirr, Essen, Müll, Satellitentelefon und etc.)
- Entwickelt das Menü;
alle Gewohnheiten und Vorlieben der Beteiligten unter einen Hut zu
bekommen war eine Glanzleistung
- Erstellen eines Arbeitsplans; Wer hat welche Aufgabe, an
welchem Tag: Aufbau der Küche, Lagerfeuer
entfachen, Kochen, Trinkwasserversorgung oder Aufbau der Toilette.
Eine Regel im Grand Canyon ist: „Was du auspackst musst du
auch wieder einpacken!“ So auch mit dem Toillettengang. Alle Gruppen, die den
Grand Canyon befahren, müssen spezielle Boxen als Toilette benutzen (The Groover), um alles
sauber zu halten. Selbst die Asche vom Lagerfeuer muss aus der Schlucht
gebracht werden. Ein Feuer darf nur in einer speziellen Pfanne, die auf Beinen und einem feuerfesten Teppich
steht (damit nichts auf den Boden fallen kann), gezündet werden. Danach wird die gesamte Asche
gesammelt und ordentlich gefaltet in den Mülleimer geleert.
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Der Einstieg bei Lees Ferry |
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brrrr.... |
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Die schweren und großen Rafts in Action |
Wir trafen uns alle in Flagstaff, eine Stadt in Arizona nahe
am Einstieg der Expedition. Alle
Mitglieder der Expedition waren erfahrene Kajakfahrer und Raftguides, mit
Ausnahme von Robert, er war ein Wildwasserneuling und ist mit dem Grand Canyon ins kalte Wasser gesprungen.
Die momentane Außentemperatur der Nacht lag bei
ca. -5° Celsius. Wir hofften, dass es in der Schlucht ein wenig wärmer
sein wird, denn sie liegt ca. 1500m tiefer wie Flagstaff. Trotzdem haben wir
uns gründlich auf Minustemperaturen vorbereitet. Trockenanzug, mehrere Lagen
von Thermo-Unterwäsche, Neoprenhauben, Paddelpfötchen und Wärmepads für die Füße waren die Standartausrüstung.
Dennoch verspürten wir eine gewisse
Unsicherheit, denn sobald wir einmal in die Schlucht eingefahren sind, gibt es
fast keinen Weg aus der Schlucht. Im Allgemeinen war das ganze Team in hoher
Aufregung mit diesem Abenteuer, das
Leben mit neuen Erfahrungen zu bereichern.
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row row the boat gently down the canyon |
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Red Wall Cavern |
Bevor wir die Boote zu Wasser lassen konnten, hatten wir ein
Meeting mit dem Ranger David Chapmann.
Er prüfte unsere Dokumente und Sicherheitsausrüstung und hat uns über
die Regeln, die im Grand Canyon zu befolgen sind, aufgeklärt.
Einmal mehr sahen wir, dass die Paddlerwelt eine Kleine ist.
Wir trafen alte Bekannte: Markus Leppänen mit seiner Freundin Maria Stelzig.
Die Beiden waren ebenfalls auf einer Mamutreise durch die USA unterwegs (Nähere
Infos
www.time4cahrity.com ). Wir hatten die Chance gemeinsam Weihnachten
mit Christbaum, Sternspritzern und jede Menge Geschenken zu feiern. Danke Matthias!!!
Im Laufe der Expedition hatten wir uns an die Ruhe und
Einsamkeit gewohnt. Wieder in die Zivilisation zurückzukehren war ein absurder
und ferner Gedanke. Jedoch als es dann so weit war wurden wir ein bisschen
sentimental und wünschten uns die Expedition würde noch länger dauern.
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mmhhh... |
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Vollmond |
Wir würden sofort
wieder eine Tour durch den Grand Canyon machen. Das nächste Mal auch wieder im
Winter. Erzählungen zu Folge wird im Sommer der Grand Canyon mit allen
möglichen schwimmenden und motorisierten Gefährten befahren. Die Lagerplätze
sollen überfüllt sein und die Temperaturen so heiß, dass es unmöglich ist zu
schlafen. Es darf nur im Winter ein Lagerfeuer gemacht werden, allein deshalb
lohnt es sich diese Expedition im Winter durchzuführen.
Die Chancen, dass mein ein Winterpermit gewinnt, stehen
recht gut, man muss die
Lotterie spielen. Wer nicht spielt kann nicht
gewinnen!
Viel Glück an alle!